Zum Abschied von Pfarrer Hubert Clement aus der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen

Ein persönliches Wort von Pfarrer Hubert Clement:

Hubert Clement verläßt die Seelsorgeeinheit.

Liebe Gemeinde

Wenn ein alter, lahmer Zirkusgaul die Manege riecht, macht er instinktiv seine Kunststücke.

Wenn man ihn aber in die Manege tragen muss, ist er den Hafer nicht mehr wert, den er frisst.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass meine Gesundheit seit ca. 10 Jahren angeschlagen ist. Im letzten Jahr ist zur Herzerkrankung noch eine Niereninsuffizienz dazugekommen, die mich innerlich langsam vergiftet. Zum 02.01.2012 muss ich mit der Dialyse beginnen. Damit bin ich offiziell arbeitsunfähig. Kardinal Meisner hat mich zu diesem Zeitpunkt aus dem aktiven Dienst entlassen.

Es ist traurig meine Gemeinde zu verlassen, aber es ist besser jetzt zu gehen, als Ihnen auf Dauer zu Last zu fallen. Sie haben ein Recht darauf, dass arbeitsfähige Geistliche ihre Aufgaben in der Gemeindearbeit verrichten können. Ich kann das nicht mehr.

Danke für alles was ich mit Ihnen erleben durfte. Von einer offiziellen Verabschiedung bitte ich Abstand zu nehmen. Ich weiß, dass meine Gemeinden gut und gerne feiern können, aber ich persönlich sehe keinen Grund für eine Feier. Es wäre für mich eher wie die eigene Beerdigung, bei der ich noch nicht ganz tot wäre. Es ginge mir zur sehr an die Nieren.

Ich wünsche ihnen für die nächsten Jahre viel Kraft und Gottes Segen.

Hubert Clement

Spürbare Veränderungen in der Seelsorge

„Wir wollen nicht jammern, sondern kreativ gestalten“

Die fünf katholischen Gemeinden der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen werden sich in den nächsten Wochen und Monaten auf erhebliche Veränderungen einstellen müssen. Mit Beginn des Jahres sind gleich zwei Geistliche aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Damit hat sich das Pastoralteam  innerhalb von drei Monaten von sechs auf drei hauptamtliche Seelsorger halbiert.

Wie ein Schock hat zum Jahreswechsel die Gläubigen die Nachricht vom Weggang des langjährigen Pfarrers von Holthausen und Itter, Hubert Clement, getroffen. „Es gab viele Leute, die mit Tränen in den Augen aus den Messen, in denen ein persönlicher Brief von Pfarrer Clement verlesen wurde, gegangen sind“, berichtet der leitenden Pfarrer der Seelsorgeeinheit, Frank Heidkamp. Der schlechte gesundheitliche Zustand von Hubert Clement war lange bekannt, doch der Abschied kam für Kollegen, Mitarbeiter und Gemeindemitglieder vollkommen überraschend und hinterlässt eine große Lücke.

Zeitgleich mit dieser Nachricht traf die Gemeinden eine weitere Hiobsbotschaft: Nachdem bereits im September eine Priesterstelle nicht neu besetzt wurde, hatte das Erzbistum Köln mit Pfarrer Josef Brans eine Aushilfe in den Rheinbogen geschickt, um das Seelsorgeteam bei Gottesdienste, Beerdigungen und Taufen zu entlasten. Doch auch Pfarrer Brans ist nun schwer erkrankt. Ob er nochmal in den Einsatz zurückkehrt ist derzeit nicht absehbar. „Diese Situation mit nur noch drei Seelsorgern ist für unsere Gemeinden neu und dramatisch“, sagt Frank Heidkamp. Er ist nun der einzige verbliebene Priester im Team und zusammen mit Diakon Uli Merz und Pastoralreferent Martin Kürble für rund 16.000 Katholiken in den Stadtteilen zuständig. „Bei Gottesdiensten helfen uns noch unsere Ruhestandspriester aus“, sagt Heidkamp. Doch mit über 80 Jahren sind die beiden Geistlichen nicht mehr unbegrenzt belastbar. „Unsere Gottesdienstordnung können wir im Moment nur durch Hilfen aus Nachbargemeinden und ehemaligen Seelsorgern aufrechterhalten“, so der Pfarrer.

Wie in Zukunft eine gute Begleitung von Gruppen, Familien und Einzelpersonen im bevölkerungsmäßig wachsenden Rheinbogen aussehen kann, ist noch nicht klar. „Wir werden sehr bald die nun notwendigen Schritte mit unserem Pfarrgemeinderat beraten. In unseren Gemeinden steckt sehr viel Lebendigkeit. Das soll auch weiterhin spürbar sein. Wir wollen nicht jammern, sondern kreativ gestalten“, betont Frank Heidkamp. Doch gleichzeitig gibt er zu bedenken, dass es nicht weitergehen kann, wie bisher. „Wir werden spürbare Veränderungen vornehmen müssen, damit die verbliebenen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht in naher Zukunft ausbrennen.“ Als Hoffnung bleibt dem Pfarrer noch, dass das Erzbistum Köln bald einen weiteren Seelsorger in den Rheinbogen entsendet. Wann das sein könnte, ist aber völlig offen.

(11. Januar 2012)

Feiert mit uns! Besondere Gottesdienste für Kinder und Familien der nächsten Wochen

Familienmessen im Düsseldorfer Rheinbogen

Wir laden Sie und Euch herzlich ein:

  

Krabbelgottesdienste:

am 27. Mai um 11.00 Uhr im Pfarrsaal Itter und

am 10. Juni um 10.00 Uhr in St. Maria Rosenkranz

Familienmesse:

am 03. Juni um 11.00 Uhr in St. Joseph (Pfarrfest!)

Getrennte Katechese:

am 20. Mai um 9.30 Uhr in St. Mara in den Benden

Jugendmesse:

am 24. Juni um 11.00 Uhr in Franz-von-Sales

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