St. Hubertus: über 1000-jähriges Spiegelbild des Lebens am Rhein

St. Hubertus (c) Frank Laumen

Wie sich in einem kleinen Tautropfen die gesamte Umwelt spiegelt, so sind „Itter“ und seine romanische Kirche ein Spiegelbild der kirchlichen, gesellschaftlichen und naturbedingten Abläufe und Veränderungen der letzten 1000 Jahre. Denn - was in Itter geschah, gab bzw. gibt es auch ringsum: Christianisierung, Stilwandel, Kriege, Naturkatastrophen, Idylle, Industrialisierung, Oasen und ähnliches.

Umfeld und Entwicklung

799 „Alt St. Martin“ in Düsseldorf-Bilk wird Pfarrkirche

800 Karl der Große wird zum Kaiser gekrönt

904 Himmelgeist wird erstmals urkundlich erwähnt

1100 ca. - entsteht in Itter die erste Kirche

1150 wird Itter erstmals erwähnt

Die ältesten Teile von St. Hubertus, Itter stammen mit größter Wahrscheinlichkeit aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Als Gründer ist das Kaiserswerther Stift zu betrachten. Ebenfalls dürfte das Kloster Vilich (heute rechtsrheinischer Stadtteil von Bonn), das in Itter Ländereien besaß, wesentlichen Einfluss auf den Ort und die Kirche ausgeübt haben. Die Äbtissin Elisabeth von Vilich gründete 1185 in Gräfrath ein Damenstift und ein Kloster. Dort entspringt der Itterbach, der bis zum Bau des Benrather Schlosses auch durch Itter floss und dem Ort Itter seinen Namen gab.

1197 wird Düsseldorf erstmals erwähnt

1206 erhält Düsseldorf eine eigene Pfarrstelle

1288 Düsseldorf wird zur Stadt erhoben

1492 wird die Pfarre Itter erstmalig urkundlich erwähnt und bildete mit Holthausen eine Pfarr- und Landgemeinde.

1574 wird Mathias Degen als erster Pastor von Itter genannt.

1623 findet zum ersten Mal die Gottestracht in Itter statt. Noch heute feiert man sie am Sonntag nach Christi Himmelfahrt.

1624 Mit Petrus a Kayr kam ein Seelsorger nach Itter, der in seinen Kirchenabrechnungen so viele historische Begebenheiten verflocht, dass wir heuteein fast komplettes Bild der unruhigen Jahre des 30jährigen Krieges in Itter besitzen. Ort und Kirche wurden mehrmals geplündert. Er berichtet:

Am 15. Mai 1629 kamen in Folge des Kleveschen Erbfolgestreites brandenburgische Truppen, die in Soest lagen, unter Oberst Walzano de Genth, um noch nicht gezahlte Kontribution beizutreiben. Zuerst hatten sie den Wadenhof, der damals dem Pfarrer als Wohnung diente, ausgeplündert. Dann wurden alle Häuser und die Kirche aufgeschlagen. Aus der Kirche hätten die Soldaten Kelch, Ziborien, Krone und Rock unserer lieben Frau, Messgewänder, Vorhänge, Corporalien und Messbücher geraubt. Schließlich hätten die Reiter, weil dies nicht ausreichend war, ihn selbst und vier weitere nach Soest entführt. Zwischen Itter und Himmelgeist sei dann der Reiter gestürzt und habe eine geraubte Monstranz einer Frau gegeben, mit der Bitte, sie wieder nach Itter zurückzubringen. Nach zweiwöchiger Gefangenschaft kehrte der Pfarrer nach Itter zurück und erbettelte in Kaiserswerth die für die geistlichen Verrichtungen notwendigen Gegenstände.

1642 wütete die Pest in Itter. Der Pfarrer und viele Einwohner fielen ihr zum Opfer. 1716 großer Eisgang auf den Rhein - Dammbruch in Itter

1756 Schloss Benrath wird gebaut und der Itterbach in diesem Zuge umgeleitet.Heute fließt er am westlichen Rand des Benrather Schlossparks (Rheinterrasse Benrath) in den Rhein.

Pastoralbüro der Seelsorgeeinheit Düsseldorfer Rheinbogen / Pfarrbüro St. Maria Rosenkranz

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